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2 Kleiner Steinbruch

Kommentare zum Gipfel:
Fredda: - Ach herrjeh, damit bereue ich's fast schon wieder überhaupt was gesagt zu haben. Nach knapp 30 Jahren war ich mal wieder dort, wo ich als Teenager nahezu jeden zweiten Tag klettern geübt habe. Den Schmeißer-Führer hatte ich mir zwischenzeitlich auch mal zugelegt. Da ist mir das einfach aufgefallen und ... missfallen. Wie ich schon sagte soll(te) daraus keine Diskussion werden, was sie ja hiermit trotzdem ist. So what? Wegen, und seien wir ehrlich, derart unbedeutenden Sportkletter-Wegchen werde ich nicht bei den Autoren Wellen schlagen. Es war ein Impuls und fertig! Ich kann damit leben ;)
Ralf Zimmermann: + - Lohnend als stadtnahes Feierabendziel. Lt. Heinicke/Pankotsch-Klefü von 1993 wird hier seit etwa 1950 geklettert. Der LÖSSNITZDACKEL bspw. wurde von Dieter Stelzer u. Gef. 1961 erstbegangen. In den 70ern war wohl vor allem Günter Steimann mit Freunden aktiv. BH kamen brav von unten u. in mühseliger Arbeit mit dem Handbohrer in den Fels. Im kleinen Steinbruch steckte jedoch nahezu nichts. Mir erinnerlich ist ebenfalls diese künstliche, vermutlich bei den Brucharbeiten entstandene SU. Demzufolge gab es spätestens Ende der 70er im Bereich des heutigen Mittelweges eine Route. (P.S. zu "Freddas" Kommentar: seit 1995 sind mehrere Kletterführer erschienen, von Frank R.Richter u. von Gerald Krug. Und da ist man nicht imstande, sich mal bei den Autoren zu melden, beschwert sich stattdessen Jahre später auf dieser Datenbank?)
Fredda: 0 - Die in den gängigen Führern verzeichneten Erstbegeher-Daten scheinen mir nicht ganz korrekt. Der kleine Steinbruch (wie auch der große) wurden schon zu DDR-Zeiten beklettert, was sich an den noch vorhandenen Ringen (und selfmade-Bohrhaken) im großen Steinbruch, wie z.T. im kleinen erkennen lässt. Die Wege "Mittelweg" und "Coswiger Weg" haben wir bereits Anfang der 90er Jahre, also noch vor den offiziellen Erstbegehungen (1997/98), traditionell geklettert. Damals gab es keine Haken, im Mittelweg konnte ein Bohrloch als Sanduhr genutzt werden. Das damals noch vorhandene Wandbuch wies diese Wege als bereits begangen aus. Wie kommt man dann zu solchen Erstbegehungen? Nachträgliches Hakensetzen kann es wohl nicht sein. Die heutige Lößnitzwand wurde ebenfalls nicht, wie im Kletterführer beschrieben, 1998 erstbegangen, sondern bereits 1995 von mir und meinem leider bereits verstorbenen Kletterpartner. Zeugnis davon ist der letzte BH auf der Reibung am Ausstieg (Mammut-Bohrplättchen mit Mitteldorn), den wir seinerzeit in Fleißarbeit mit einem Kronenbohrer gesetzt (und eingeklebt) haben. Die "neuen" BH sind alle anderen Typs (Bühler?). Den Rest des Weges kletterten wir ohne weitere Haken-Absicherung, nur im Mittelteil mit einer Schlinge um die markante Platte. Dies schrieben wir auch entsprechend ins Wandbuch ein. Wir nannten den Weg seinerzeit "Are you ready to die?", wegen dem ganzen Bruch im unteren Wandteil, der mittlerweile abgeräumt ist (jaja, bescheuerter Name, aber wir waren 17 und 21 und brauchten das Geld ;)). Den Überhang oben umgingen wir zunächst rechts (dann wieder links zum Haken), später kletterten wir direkt und schrieben das als Erwähnung ein. Ich will hier keine Grundsatzdiskussion zu Erstbegehungen anzetteln, aber es war mir ein Bedürfnis das mal loszuwerden.
radelbilch: - Zur Zeit ist das Klettern nicht erwünscht, wegen brütender Kolkraben. Das wurde uns von einem Anwohner recht deutlich gemacht.
Adde: - Jost Hartmann hat dies auf TT vor einigen Monaten so bekanntgegeben. Die Naturschutz- und Betreten verboten-Schilder fehlen, das Gelände wirkt sehr aufgeräumt und gepflegt. Von "offizieller Seite" weiß ich nichts.

Zuletzt geändert: 5.1.2019 Jörg Brutscher